Ergebnisse Phase Null

Jeder Clustermitte wird eine Teeküche zugeordnet. Ursprünglich wird in Weimar zudem geplant, dass die Jahrgangsstufen 1 – 6 ihr Mittagessen auf der Clusterfläche einnehmen. Der daraus resultierende erhöhte Flächenbedarf sowie die Notwendigkeit einer Küchenzeile sollen in den Raumflächen entsprechend abgebildet werden.

Normen und Richtlinien

Hygieneregeln

Räume für die Lebensmittelverarbeitung stehen unter besonderer Aufsicht der Veterinärämter. Daher empfiehlt es sich, die zuständigen Personen frühzeitig in den Planungsprozess einzubeziehen. Hinweise zu konkreten rechtlichen Pflichten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) und Empfehlungen für eine gute Hygienepraxis bietet das Merkblatt Gute Hygienepraxis beim pädagogischen Kochen mit Kindern der Sarah-Wiener-Stiftung (Berlin 2019). Wichtig ist, dass die Teeküche allein der Selbstversorgung dient und nicht für die Versorgung Dritter genutzt wird, da andernfalls spezielle Anforderungen an die Raumplanung und Nutzung berücksichtigt werden müssen – z. B. räumliche Abgeschlossenheit. Personen, die regelmäßig mit Kindern im Rahmen von Ernährungsbildungsaktionen kochen, müssen sich gemäß § 43 Infektionsschutzgesetz (IfSG) belehren lassen. Dafür ist in der Regel das örtliche Gesundheitsamt zuständig.

Schlüsselschalter

Herd und Backofen der Teeküchen in den Lernlofts werden mit einem Schlüsselschalter ausgestattet. Der Schließzylinder wird dabei in das Schließsystem für das Cluster eingebunden – kann also mit dem gleichen Schlüssel bedient werden.

Diese Anforderung wird von der Stadt Weimar vorgegeben. Durch den Schlüsselschalter kann das Lehrteam die Nutzung der beiden Geräte besser kontrollieren und deren Nutzung durch betriebsfremde Personen einschränken.

Wirtschaftlichkeit

Neue Standards

Teeküchen sind bisher in Standard-Schulraumprogramen kaum zu finden und damit ein zusätzlicher Kostenfaktor, der jedoch im Verhältnis zum erheblichen Mehrwert zu sehen ist. In aktuellen Wettbewerbsbeträgen und Planungen findet die Teeküchenfunktion zunehmend Berücksichtigung.

Bei den Lernlofts in Weimar wird die Teeküche effizient in vorhandene Flächen integriert und benötigt daher keinen abgeschlossenen Raum. Zur Ausstattung der Küchen gehört ein einfacher Herd mit Induktionskochplatten (um Verbrennungsgefahren vorzubeugen), ein Umluft-Dunstabzug, ein Backofen, ein einfacher Kühlschrank, ein Geschirrspüler und eine Doppelspüle. Letztere ist auch aus Hygienegründen wichtig, damit Kinder sich die Hände waschen können, während gleichzeitig Lebensmittel gesäubert werden.

In der Phase Null war angedacht, dass die Jahrgangsstufen 1 – 6 ihr Mittagsessen auf den Clusterflächen einnehmen. Der Teeküchenbereich sollte hier zusätzlich eine Rolle für die Essenausgabe spielen. Aufgrund der städtebaulichen Entscheidung für drei einzelne Häuser mit den entsprechenden Wegstrecken dazwischen wurde in der LPH 2 die Idee zu Gunsten eines zentralen »Marktplatzes« mit Restaurant weiterentwickelt.

Gestaltung

Sichtbar wohnlich

Bei Betreten des Lernlofts fällt der Blick direkt auf den großen Teeküchenbereich – dadurch wirkt der Raum besonders einladend. Die gute Sichtbarkeit im Cluster erhöht zudem die Verantwortlichkeit für Pflege und Sauberkeit der Teeküche.

Referenzen

#Wohnlichkeit #Strukturierung Raum #Informeller Treffpunkt #Ort für Pausen #Küchenausstattung: Hellerup Skole, Gentofte (DK), Arkitema, 2011

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